ORBEA Ludwigshafen
Natur & Verantwortung
Brut- und Setzzeit (1. März bis 30. September)
Die ORBEA Ludwigshafen ruft gemeinsam mit den Naturschutzbehörden zu besonderer Rücksichtnahme auf. Ziel ist es, brütende Vögel, Jungtiere und Lebensräume zu schützen sowie ausreichend Nahrung für Insekten zu sichern. Die Brut- und Setzzeit ist eine besonders sensible Phase – aber Naturschutz endet nicht im September. Rücksicht, Planung und Aufmerksamkeit im Alltag sind entscheidend – für Tiere, Lebensräume und ein funktionierendes Ökosystem.
Gesetzliche Regelungen & Gehölzpflege
- Vor jeder Maßnahme Gehölze auf Nester und Tiere prüfen
- Bei Fund: Arbeiten sofort stoppen und verschieben
- Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden
Empfehlung: Gehölzarbeiten frühzeitig planen – vor Beginn der Schutzzeit.
Rücksicht im Alltag – was konkret hilft
Kleine Verhaltensänderungen haben große Wirkung:
- Abstand zu Wildtieren halten
- Auf Wegen bleiben, keine Wiesen oder Ufer betreten
- Tiere nicht anfassen („verlassene“ Jungtiere sind oft nicht verlassen)
- Lärm, Drohnen und hektische Bewegungen vermeiden
- Keine Pflanzen oder Naturmaterialien entnehmen
- Müll vollständig mitnehmen
Mit Hund unterwegs
- Leinenpflicht beachten (regional geregelt)
- Besonders in sensiblen Gebieten (z. B. Schutzgebiete)
- Vorausschauend und kontrolliert unterwegs sein
Rücksicht gilt das ganze Jahr
Natur kennt keine Pause – jede Jahreszeit ist sensibel:
- Frühling: Brut- und Setzzeit
- Sommer: Aufzucht der Jungtiere
- Herbst: Nahrungssuche für Winterreserven
- Winter: Ruhe, Winterschlaf und Rückzug
Konsequenz: Ganzjährig rücksichtsvoll handeln.
Natur vor der eigenen Haustür
Auch Gärten und Balkone sind Lebensräume:
- Wildblumen, Laub und Totholz zulassen
- Weniger „Ordnung“, mehr Vielfalt
- Natur als Teil des eigenen Umfelds verstehen
Wer Natur Raum gibt, fördert Artenvielfalt direkt vor der Haustür.
"Die Brut- und Setzzeit ist eine der sensibelsten Phasen im Jahresverlauf für unsere heimische Tierwelt", erklärt Klaus Eisele, ehrenamtlicher Leiter der ORBEA und Naturschutzbeauftragter der Stadt und des Rhein-Pfalz-Kreises. "Die gesetzlichen Regelungen dienen nicht der Gängelung, sondern dem Schutz von Tieren und ihrem Nachwuchs. Schon kleine Störungen können dazu führen, dass Nester aufgegeben werden oder Jungtiere nicht überleben. Wir empfehlen daher notwendige Gehölzarbeiten rechtzeitig vor Beginn der Schutzzeit zu planen und bitten alle Bürgerinnen und Bürger, die gesetzlichen Vorgaben ernst zu nehmen."
Kathrin Barsnick ergänzt: "Der Schutz der Artenvielfalt ist eine Aufgabe für uns alle - und beginnt mit Rücksicht und Aufmerksamkeit im Alltag. Die Brut- und Setzzeit ist dabei eine besonders sensible Phase, in der Tiere und ihr Nachwuchs auf Ruhe angewiesen sind. Doch auch darüber hinaus gilt: Wir leben mit unserer heimischen Tierwelt - im Garten, im Siedlungsraum und in der Landschaft. Ob Winterruhe, Winterschlaf oder Aufzuchtzeit: Ein bewusster und respektvoller Umgang mit der Natur ist das ganze Jahr über entscheidend."
